Digitale Identität

Der Aufbau einer eigenen digitalen Identität und Präsenz im virtuellen wissenschaftlichen Raum ist für die Weiterentwicklung der Forschung und die berufliche Karriere von Wissenschaftler:innen besonders relevant. Für Forscher:innen ist die Darstellung der Ergebnisse der eigenen Forschung ebenso wie eine Dokumentation des Forschungsprozesses im Netz von großer Bedeutung. Adressaten dieses Kommunikationsprozesses sind dabei neben der eigenen Fachcommunity sowie potenziellen Geldgebern (staatliche und öffentliche Stellen, Forschungsgemeinschaften, Stiftungen, Privatwirtschaft etc.) auch die interessierte Öffentlichkeit.

Die Mehrzahl der Hochschullehrenden und Wissenschaftler:innen besitzen die notwendigen digitalen Kompetenzen zum gezielten Aufbau einer digitalen Identität jedoch nicht und gehen auf diesem Feld eher intuitiv vor.

Im Rahmen des Projekts DIWiQ soll daher ein Qualifizierungsangebot entstehen, welches Hochschullehrende beim Erwerb digitaler Kompetenzen zum Aufbau einer eigenen digitalen Identität unterstützt. Das Angebot orientiert sich am Kompetenzmodell “Digitale Kompetenzen von Hochschullehrenden” von Eichhorn, Müller & Tillmann (2017). An diesem Modell sind u.a. die mediendidaktischen Qualifizierungsangebote sowie das eLearning-Zertifikat der Goethe-Universität orientiert, ebenso wie die hessenweit eingesetzte Qualifizierungsmatrix “Digital gestütztes Lehren und Lernen”.


Zielgruppe

Unsere Zielgruppe sind in erster Linie Wissenschaftler:innen und Hochschullehrende und alle Personen, die Interesse haben die eigene digitale (Forscher:innen)Identität zu gestalten bzw. gezielt aufzubauen und zu pflegen. 

Das Angebot ist genuin darauf ausgelegt, in unterschiedlichen Kontexten genutzt zu werden. Perspektivisch lässt sich das Angebot auch für andere Berufsgruppen adaptieren, z.B. Rechtsanwält:innen, Banker, Autor:innen, Künstler:innen.


Entstehung des Projekts

Die Idee zum Projekt DIWiQ sowie eine erste Ausarbeitung entstand im Rahmen des SemesterHack 2.0 des Hochschulforum Digitalisierung am 12.-13. November 2020 statt, auf der sich auch das Projektteam bildete. Auf dem SemesterHack wurde DIWiQ mit dem zweiten Platz ausgezeichnet und qualifizierte sich dadurch für eine Anschlussförderung durch den DAAD. Dadurch kann die Umsetzung des Projekts bereits im Wintersemester 2020/21 starten.


Das Team

Das Team von DiWiQ stellt sich vor:

Natallia Baliuk

Wissenschaftliche Mitarbeiterin, Universität Leipzig, Herder-Institut Schwerpunkte: Digitale Kompetenzen Lehrender, Lehrerprofessionalisierung, digital gestütztes (Fremdsprachen)Lernen


Michael Eichhorn, M.A.

Der Erziehungswissenschaftler arbeitet seit 2014 als wissenschaftlicher Mitarbeiter für Mediendidaktik bei studiumdigitale, der zentralen eLearning-Einrichtung der Goethe-Universität Frankfurt. Er berät Lehrende an Hochschulen, Schulen und Bildungseinrichtungen zum Einsatz digitaler Medien in Lehre und Unterricht und leitet dazu verschiedene Fortbildungen und Seminare.

Seine Forschungsschwerpunkte sind die digitalen Kompetenzen (digital literacies) sowie digitale Handlungspraktiken von (Hochschul-)Lehrenden, formale und non-formale Bildungsprozesse sowie die Umsetzung Digitaler Barrierefreiheit.

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Claudia Lapin, M.A. 

Medienwissenschaften an der Humboldt Universität zu Berlin, wissenschaftliche Mitarbeiterin am KI-Campus. Forschungsschwerpunkte: AI and Data Ethics, Data Justice, Tech-Innovation in Education.


Ralph Müller, Diplom-Pädagoge

Experte für Neue Lerntechnologien (Furtwangen), Leitung Qualifizierungsprogramm Digitale Medien in der Bildung; Forschungsschwerpunkte: Qualifizierung von Lehrenden, Mediendidaktik.


Angela Rizzo, M.A.

Erziehungswissenschaftlerin, eLearning-Einrichtung studiumdigitale, Goethe-Universität Frankfurt Forschungsschwerpunkt: Qualifizierung von Lehrenden, Mediendidaktik.

Angela Rizzo M.A., studierte Erziehungswissenschaften an der Goethe-Universität Frankfurt. Seit 08.2019 arbeitet sie an der Goethe-Universität Frankfurt am Main im Bereich der Mediendidaktik bei studiumdigitale, der zentralen eLearning-Einrichtung der Universität. Sie schult Lehrende an Universitäten und Schulen zum Einsatz digitaler Medien in der Lehre und im Unterricht im Rahmen der Workshopreihe und Fortbildungen.


Prof. Dr. Alexander Tillmann

Geschäftsführer der eLearning-Einrichtung studiumdigitale, Goethe-Universität Frankfurt Schwerpunkte: Digitale Kompetenzen von Hochschullehrenden, Qualifizierung von Lehrenden, Mediendidaktik.


Die Qualifizierungsmodule

m Rahmen des Projekts DIWiQ entsteht ein interaktives Qualifizierungsangebot zum Aufbau und Pflege einer digitalen Identität. Das Angebot ist modular aufgebaut, frei als OER zugänglich und kann in Form von Selbstlern-Elementen on demand und in beliebiger Reihenfolge oder auch in hybriden Lehr-Lern-Formaten genutzt werden. Nach der Qualifizierung sind die Wissenschaftler:innen und Lehrenden in der Lage, ihre digitale Identität bewusst aufzubauen und damit verbundene Ziele zu reflektieren und ihre Sichtbarkeit zu erhöhen.

Das Qualifizierungsangebot gliedert sich in vier Lernmodule: 

Modul 1: Wer bin ich digital?

In diesem Modul geht es um eine erste Bestandsaufnahme sowie die Entwicklung einer Vision der eigenen digitalen Identität: Wer bin ich digital – und wer möchte ich sein? Inhaltlich umfasst das Modul die folgenden Schwerpunkte:

  • Digitale Identität als lebenslanger Prozess
  • Welche digitale Identität habe ich bereits? (vielleicht ohne es zu wissen)
  • Welche digitale Identität passt zu mir?
  • Was will ich erreichen und wie komme ich dorthin?
  • Persönlichkeitsschutz (Wie viel Privates möchte ich preisgeben?)

Einstieg

Einstieg: Digitale Identität – Was ist das eigentlich?

Welche digitale Identität habe ich bereits? (vielleicht ohne es zu wissen)

Im Zeitalter der Digitalisierung nehmen wir verschiedene Rollen bzw. Identitäten an um uns in den verschiedenen Situationen zurechtzufinden.  Durch die Digitalisierung sind wir ortsunabhängig und weniger gebunden. Die pyshische sowie die digitalisierte Welt liegen nah beieinander und beeinflussen sich untereinander, aber  trotzallem hat der Mensch verschiedene Identitäten entwickelt. Sie finden hier einen LernBarkurs der sich mit der Thematik näher auseinandersetzt.

Selbsteinschätzungstest zu digitalen Kompetenzen

Dieser Test soll Ihnen dabei helfen, Ihre derzeitigen Kompetenzen in Bezug auf den Aufbau und die Pflege einer eigenen digitalen Identität einzuschätzen. Der Fragebogen basiert auf dem Kompetenzraster „Digitale Kompetenzen von Hochschullehrenden“, welches digitale Kompetenzen auf insgesamt 8  Dimensionen und drei Kompetenzstufen beschreibt (Eichhorn, Müller & Tillmann, 2017).

Die drei Stufen orientieren sich an bekannten Lernzieltaxonomien wie dem Modell von Anderson, Krathwohl & Bloom (2001) und unterteilen sich wie folgt:

  1. Was weiß ich schon? – Überblickswissen/grundlegende digitale Fähigkeiten
  2. Was mache ich schon? – Praktische Anwendung im akademischen Kontext
  3. Was kann ich anderen beibringen? – Anleitung und Begleitung anderer beim digitalen Kompetenzaufbau

Sie erhalten direkt nach Abschluss des Tests eine Auswertung, die Ihnen zeigt, wie Ihr aktueller Kompetenzstand in den relevanten Dimensionen ist.

Den Test in neuem Fenster öffnen: DIWiQ – Digitale Reputation / Auftreten.

Selbsteinschätzungstest:

Der folgende Selbsteinschätzungstest gibt Ihnen eine Orientierung über Ihr bisheriges Online-Verhalten und ordnet dieses einem von vier Online-Nutzungs-Profilen zu. Nach Abschluss des Tests erhalten Sie eine Auswertung mit einer Beschreibung ihres aktuellen Nutzungsprofils.

Weitere Module folgen.

Modul 2: Digitale Reputation / Auftreten

  • Präsenz on Social Media: Twitter, Researchgate, Instagram, Facebook, Academia, LinkedIn
  • Online Researcher Profile und Selfmarketing (Webseite/Uni-Webseite, Blog)
  • Netiquette (Online Etiquette)
  • Digitale Reputation managen

Modul 3: Beteiligung und Vernetzung

  • Wissenschaftliche Kommunikation (Teilnahme an Online-Communities)
  • Wissenschaftliche Kooperation (Netzwerke aufbauen, Kooperationen anstreben)
  • Online-Konferenzen (wie präsentiere ich mich)
  • Präsentieren von wissenschaftlichen Inhalten (PPT, interaktive Poster, Videos)
  • Digitales Publizieren (darunter OpenAccess)
  • Sharing (Lehr- und Lernmaterialien als OpenSource zur Verfügung stellen)

Modul 4: Datenschutz

  • Umgang mit eigenen Daten und der Daten der anderen im Netz 
  • Rechtsfragen im eLearning
  • Antrag zur Datenlöschung

Presse / Veröffentlichungen

Auflistung von verlinkten Pressemeldungen und Artikeln zum Projekt

Publikationen im Rahmen des Projekts